NEUE MEDIEN UND
VIRTUELLE BILDER

Der Einsatz von digitalen Bildern und Videos ist heutzutage in virtuellen Netzen nicht mehr wegzudenken. Schnell wird ein Foto erstellt und per MMS verschickt, per Facebook als neues Profilbild hochgeladen oder die neusten Ferienfotos in Flickr oder Dropbox den Freunden zur Verfügung gestellt. Die Möglichkeiten, im WWW in Form von Weblogs und Wikis, Video- und Fotocommunities oder Social Networking, Informationen und Fotografien auszutauschen, sind grenzenlos. Fotografien erzeugen neuartige Interaktionsmuster mit der Absicht der Kommunikation, Information und Selbst-Präsentation.

Online Communities stellen geschlossene, soziale Systeme dar. Ihnen fehlt der Kontakt und die Beziehung zur Aussenwelt. Die Ablösung aus so einem geschlossenen System fällt vielen schwer. Es sind definitiv Suchtstrukturen, die ein “Leben ohne” nur schwer ermöglichen.

Eine rein digitale Erfahrungswelt distanziert sich vom Sinnlichen, Empathischen und Intuitiven. Diese rationale Reduktion kann eine Kluft zwischen dem Ich und der Mitwelt fördern. Ein Beziehungsaufbau zum realen „Du“ kommt nicht zustande, da es an Nähe - Weite, Übereinstimmung -Divergenz etc. fehlt. Dies kann ein Gefühl des Ich-Verlusts auslösen. In dieser Bedürftigkeit wird das virtuelle Gegenüber als „Es“ wahrgenommen, auf das eine Vorstellung projiziert wird.

Seit gut 20 Jahren befasse ich mich mit Neuen Medien und dem Medium Fotografie. Meine berufliche Tätigkeit als Visual Designerin, mein künstlerisches Schaffen (Fotografie, Video) und letztendlich die kunsttherapeutische Auseinandersetzung und Praxis bereichern meinen Erfahrungsraum. Da das Künstlerische zwischen Fotografie und Therapie vermittelt, sehe ich den freikünstlerischen Teil meiner Biografie als jenen, der Verbindungen schafft, zusammenführt und integriert.      

Als intermediale Kunsttherapeutin erforsche ich die Arbeit mit Neuen Medien, insbesondere die Foto- und Videotherapie. Mein Fokus gilt dem Verbindenden zwischen den bildenden Künsten und Neuen Medien, dem Aufzeigen von intermedialen Einsatzfeldern, sowie Therapeuten, Psychologen, Künstler und Coaches für die Arbeit mit Neuen Medien zu sensibilisieren. Hierzu biete ich massgeschneiderte Schulungen, Workshops, Referate und Lehrtherapien an.

Modul Neue Medien am Studiengang "Expressive Arts in Social Transformation", MSH, Hamburg

Modul Neue Medien am Studiengang "Expressive Arts in Social Transformation", MSH, Hamburg